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Für unsere Demokratie muss man eintreten!

Wer nicht liest, lebt nicht

von Peter Eich

Diese Überschrift ist sicher etwas hoch gegriffen, aber es ist etwas dran. Film, Fernsehen, Computerspiele sind OK; diese Medien sind selbstverständlich und in unser Leben integriert. Sie informieren, unterhalten in Bild und Ton. Lesen – also ein Buch, eine Zeitung oder irgend etwas anderes Gedrucktes – heißt zunächst einmal, sich auf langweilige schwarz-weiße Buchstaben konzentrieren zu müssen. Aber dann passiert das Wunder: Im Kopf formieren sich die Buchstaben zu Wörtern, die Wörter zu Sätzen, die Sätze zu Geschichten und die Geschichten erzeugen Bilder in unserem Kopf. Eine Lese-Geschichte lässt in jedem Kopf andere Bilder entstehen: Jeder Leser desselben Buches sieht es in seinem „Kopf-Kino“ anders. Das ist das Wunderbare an Büchern, dass die Phantasie angeregt wird und wir in die wunderbarsten Welten abtauchen können. Film und Fernsehen zeigen vorgefertigte Bilder, beim Lesen fängt unser Kopf an, eigene Bilder zu erzeugen, „zu leben“.

Kopf zu entwickeln. Und wenn sie noch zu klein zum Lesen sind, liest man ihnen vor und schaut mit ihnen Bilderbücher an. Das ist das Konzept des Stuttgarter Projekts „Leseohren aufgeklappt“. Mittlerweile fast 500 Vorleser („Vorlesepaten“) schwärmen in Stuttgart in Kindergärten, KiTas, Schulen und Krankenhäuser aus, um dort Kindern vorzulesen. Besonders wichtig ist dieses Projekt für Kinder mit Migrationshintergrund, um sie mit der deutschen Sprache vertraut zu machen.

Die Vorlesepaten werden von der Geschäftsstelle der „Leseohren“ eingeteilt, geschult und bekommen einen Jahresausweis für die Städtischen Büchereien, denn sie suchen die Bücher selbst aus, die sie vorlesen. Einmal in der Woche sollte das Vorlesen in der Einrichtung die Regel sein.

Schöner Nebeneffekt für die Vorleser: Die Kinder sind extrem dankbar für die Zuwendung, die sie durch das Vorlesen erfahren. Und was gibt es Schöneres als fröhliche, dankbare Kinder?!

Kontakt: bettina.kaiser(at)stuttgart.de


Peter Eich

SPD-Mitglied seit vielen Jahren, ist Vorleser bei den „Leseohren“ und freut sich über den Spaß der Kinder an den Geschichten, die er auswählt. Staunende Kinderaugen sind für ihn die Belohnung für sein ehrenamtliches Engagement.

Barbara Sohns

SPD-Mitglied und seit langen Jahren Mitglied im Bezirksbeirat Feuerbach, engagiert sich bei den Leseohren. Sie findet es wichtig, dass allen Kindern der Zugang zum Lesen und zu guter Jugendbuchliteratur ermöglicht wird. Denn auch so gelingt Integration.

 

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