Die SPD Feuerbach begrüßte am Sonntag, 15. Juli Mitglieder, Freundinnen und Freunde der Sozialdemokratie und etliche interessierte Gäste zum 1. PolitBrunch.
Für das neue Veranstaltungsformat konnte der Ortsverein Andreas Stoch, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, gewinnen. Andreas Stoch ist 48 Jahre alt, verheiratet und hat vier Kinder. Er war jahrelang selbstständig als Rechtsanwalt tätig. Seine politische Laufbahn begann 1987 als Juso-Kreisvorsitzender. 1990 trat er in die SPD ein. Seit 2001 steht er dem SPD-Kreisverband Heidenheim vor. Seine Arbeit als Landtagsabgeordneter begann er 2009. Von 2013 bis 2016 war Stoch Minister für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg.
In seinem Impulsvortrag beim PolitBrunch in Feuerbach sprach er zu „zwei Jahre Grün-Schwarz – verlorene Zeit für Baden-Württemberg“. Im Anschluss entstand eine lebhafte Diskussion über sozialdemokratische Positionen, Forderungen und Ziele. Stoch stellte sich dabei den Fragen und Anregungen seiner Zuhörerschaft. Der SPD müsse es gelingen, ihr Profil in der öffentlichen Wahrnehmung zu schärfen und überzeugend ihre Inhalte zu vertreten. Wenn die SPD es schaffe, Antworten auf die Fragen und Sorgen der Menschen zu finden, werde sie auch wieder mehr Zustimmung erfahren.
Andreas Stoch überzeugte sein Publikum mit seiner Rede und seinen Antworten. Sven Baumstark, Vorsitzender der SPD Feuerbach, bedankte sich bei ihm mit zwei Flaschen Feuerbacher Wein.
Umrahmt wurde die Veranstaltung bei Speis und Trank von dem Duo „Takt & Töne“, die mit Latin- und Jazz-Stücken zu einer gelungenen Veranstaltung beitrugen.
Beim SPD-Frühjahrsempfang Feuerbachs am vergangenen Montag ging es konkret zur Sache. Ortsvereinsvorsitzender Sven Baumstark begrüßte die mehr als 100 Gäste aus allen gesellschaftlichen Bereichen des Stadtbezirks. Es sollte aber nicht nur bei guten Gesprächen bleiben. Mohammad al Sheikali, Journalist, der aus Syrien fliehen musste, eröffnete die Bilderausstellung „Unsere Heimat Syrien“. Zu oft wird die Geschichte hinter der Geschichte vergessen. Flüchtlinge lassen oftmals Verwandte und Freunde zurück. Bilder geben diesen Schicksalen Ausdruck.
Für jahrzehntelange Mitarbeit und Treue erhielt Christel Schulter anerkennenden Beifall. Sie wurde im Rahmen ihrer 40-jährigen Mitgliedschaft mit einer Urkunde und einem Blumenstrauß ausgezeichnet. Ehrende Worte fand Altstadtrat und langjähriger Weggefährte Robert Baumstark.
Frank Sell, Betriebsratsvorsitzender bei Bosch in Feuerbach, berichtete in seiner Ansprache von den Herausforderungen, vor denen der Industriestandort steht. Die Produktionsarbeitsplätze machen mittlerweile weniger als ein Viertel der 14000 Beschäftigten am Standort aus. Die befristeten Beschäftigungsverhältnisse haben derart überhandgenommen, dass man von einer konjunkturellen Maßnahme nicht mehr sprechen kann. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hangeln sich von einer Befristung zur anderen.
Der Standort stehe auch im direkten Wettbewerb um Arbeitskosten und Effizienz mit anderen europäischen Standorten. Bosch-Feuerbach brauche eine Perspektive, so Sell. Niemand wisse genau, wie es mit dem Diesel weitergehe. Die Politik müsse endlich Klarheit schaffen.
Andreas Büchner, stellvertretender Vorsitzender der SPD Feuerbach, dankte Sell für den engagierten Vortrag. Die SPD Feuerbach werde sehr genau beobachten, ob die Große Koalition Ernst mache mit der Eindämmung der grundlos befristeten Arbeitsverträge. Man werde die eigene Partei immer wieder an den Koalitionsvertrag erinnern.
Dienstag, 13. März 19.30 Uhr
Bürgerhaus/FMZ, Stuttgarter Straße 15
Für die Hauptversammlung ist folgende Tagesordnung ist vorgesehen:
Der Vorstand und die Revisoren werden für 2 Jahre gewählt. Die Anzahl der Beisitzer wird vor der Wahl festgelegt.
Wir würden uns sehr freuen, Euch am 13. März bei der Jahreshauptversammlung begrüßen zu dürfen.
Herzliche Grüße
Der Vorstand